08.07.2012

Princess auf den Hamptons (Long Island, USA)

 von Princess entdeckt:
Princess Diner in Southampton

Am Sonntag Morgen ging unser Ausflug weiter:
Von New York City nach Montauk. Montauk liegt ganz im Süden von Long Island, und Long Island ist eine Insel bei New York.

Die Hamptons sind bekannt dafür das die Einwohner sehr wohlhabend sind. Und viele wohlhabende Städter haben hier Ihre Sommerresidenzen. Schlagworte wie Millionäre, Prominente, Reichenparadies, Glamourpartys, Luxusimmobilien, opulente Villen gehören zu dem Hamptons. Ralph Lauren, Calvin Klein, Martha Stewart auch sie sind hier. Ebenso Brad und Angelina. Hier wird Golf gespielt und man trifft sich zu Wohltätigkeitsveranstaltungen.

Die Hauptsaison beginnt im Mai mit dem Memorial Day, und ab da bekommt man fast keine Unterkünfte mehr (früh buchen ist angesagt!) und auch die Preise für die Motels sind dann überzogen. An dem Wochenende bei Saisonbeginn ziehen sie um, die New Yorker, auf die Hamptons und auf dem Long Island Express Way sollen die Luxuskarossen einen ziemlichen Stau verursachen, während andere mit dem Hubschrauber oder Privatjet anreisen.

 Long Island und die Hamptons

Glücklicherweise waren wir eine Woche früher dran, hatten keinen Stau und wir haben noch für 80$ ein Motelzimmer ergattert (vorweg gesagt, aussen hui - innen pfui; das Zimmer  roch extrem nach Ungeziefer-Vernichtungsmittel und war renovierungsbedürftig und deshalb war es auch für den Preis viel zu teuer). Aber gut wir waren auf den Hamptons und für eine Nacht konnte man sich das Zimmer "schön trinken".

 Mein Tip - früh buchen und in der Vorsaison anreisen


Zurück zur Anreise.
Als wir aus der Stadt raus über die Interstate 495 auf Long Island fuhren, war unser erster Abstecher und das erste Highligt der Ocean Parkway. Ich fühlte mich wie auf den Florida Keys! Viel Wasser war um uns herum und über eine lange Brücke ging es zu der vorgelagerten Küste beim Robert Moses Statepark auf Fire Island.
Fire Island kann man eigentlich nur zu Fuß erkunden, und ist mehr ein schmaler Küstenabschnitt mit viiiiel Sand und Strand. Man erreicht es ebenso mit dem Auto und dann parken und zu Fuß weiter, oder gleich mit der Fähre.

Über den Ocean Parkway - 3 Milen über das Wasser

 über die Great South Bay

Land in Sicht - Cabtree Island

Leider konnte man auf Fire Island eben nirgends parken für ein paar Bilder (es gibt nur teure kostenpflichtige Parkbuchten), deshalb kehrten wir zurück zum Highway und fuhren weiter nach Hamptons Bay. Wir wollten irgendwo frischen Fisch essen.
Wir fuhren in Hampton Bays Richung Ufer und stoppten bei Tully´s Lobster and Sea Food. Das ist ein Fischmarkt mit einem kleinen (Selbstbedienungs) - Hafen Restaurant. Hier ißt man im Garten an Picknicktischen. Es gibt keine Kleiderordnung und völlig legere kann man hier richtig guten frisch gefangengen Hummer essen (und das für wenig Geld).
Ach, hier haben die Hamptons gleich bei mir gewonnen.
Die Menschen mögen vielleicht nun mal reich sein, aber hier verhielten sie sich ganz normal und waren auch alle legere gekleidet im Sommer-Freizeitlook.Und die Autos die wir hier sahen waren bis auf ein oder zwei Ausnahmen keine Luxuskarosserien.


Wir aßen hier also einmal Hummer, einmal Lachs und einmal Scholle und alle drei Gerichte waren richtig lecker. Der Preis  für den Hummer lag bei 20$ (ca. 16 Euro).

Tully´s  Preisliste Hummer (Lobster)


Tully´s Speisekarte
Einfahrt zu Tully´s 

 Parkplatz 
(Im Hintergrund sieht man die Boote von den Fischern)

 Der Lachs kommt mit zwei Shrimps plus zwei Dips 
Bohnen und Cole Slow (Krautsalat)

 Scholle mit Bohnen und Cole Slow

 
Der Hummer halbiert mit Buttersosse und mit 
Crabcake gefüllt


Nach dieser Stärkung ging es weiter Richtung Montauk.
Wir machten eine Kaffeestop in der Main Street in Easthampton. Neben Starbucks findet man hier einige exquisite Läden wie Tiffany Co., diverse Ralph Lauren Läden, London Jewelry, Balenciaga.
Wir holten uns einen Kaffee und genossen diesen draussen auf einer Bank sitzend in der Main Street und schauten die Leute an.
Ja, hier kann man es aushalten.

Ralph Lauren

 Main Street

 Buchladen - BookHampton

 Tiffany Co.

 Die Mühle von Easthampton

Ich marschierte dann noch auf der Main Street zum Immobilienmakler Sotheby´s um die aktuellen Miet-und Kaufangebote zu sichten. Ein paar hab ich mal eingescannt:

Southampton:
 Miete für die Saison 360.000 $/ Kaufpreis 15 Mio. $

Miete 525.000 $/ nicht zu kaufen

Miete 215.000 $ von Juli bis August

Easthampton ist ein günstiger:
 Miete 185.000 $ /Kaufen 4.4 Mio. $

 Miete pro Jahr 400.000$

Bridgehampton:

 Miete 175.000 für die Saison
August bis Labourday 90.000$

Westhampton:
zu Kaufen 14 Mio. $


Und last but not least - ein Schnäpchen:
Nähe Westhampton in Quogue
von August bis zum Laborday 50.000$


Der letzte Stop der Anreise war unser Motel in Montauk, The Atlantic Terrace. Wie bereits gesagt von außen Hui und in unserem Zimmer Pfui. Wir verbrachten noch einige Zeit auf der Sonnenterrasse und am Strand bevor wir dann den Standort wechselten und wieder los fuhren um den Sonnenuntergang zu geniessen.

Preisliste The Atlantic Terrace
wir hatten Standard und eben eine Special Rate

 The Atlantic Terrace - Pool

Blick zum Strand


In Montauk gibt es wunderschöne Strände, viel Platz, moderate Sommer und den eher sportlichen Lifestyle. Im Mai ist das Montauk Musik Festival und hier finden auch einige der besten Fischfang-Wettbewerbe statt und man kann mit zum Haifisch-Fang.

Zum Sonnenuntergang fuhren wir weiter nördlich ans Ufer zu Gosmans Dock. Hier gibt es eine Clam Bar, einen Fischmarkt, zwei Restaurants. Wir haben einen Sundowner im Inlet Cafe getrunken und waren fast versucht hier Sushi oder so zu Essen. Aber wir sind zurück nach Montauk.

Gosman´s Restaurant

 Gosman´s Dock

 
 
 Blick von unserem Platz im Inlet Cafe
 Blue Moon als Sundowner
  





Unerwartet haben wir dann im Zentrum Montauk (dank Yelp! ) ein richtig geniales Restaurant gefunden mit richtig exquisten Essen - das South Edison.
Im South Edison haben wir erst geschlemmt, hatten dann einen kurzen Schwatz mit einer Deutschen Dame vom Nebentisch (sie war hier zur Abschlussfeier ihrer Tochter an einer New Yorker Uni  und machte ein paar Tage Urlaub in Southhampton). Danach erfuhren wir noch vom Kellner das der Koch einen Abschluss von dem Culinary Institute of Amerika hat und bekamen dann vom Personal noch den Insider-Tip für einen Absacker in den Beergarden in Montauk zu gehen.

 Speisekarte South Edison


Leider sind die Bilder nicht so toll, da wir diese mit dem Telefon fotografiert haben und es etwas dunkler im Restaurant war.

frittierte Oliven mit hausgemachter
Ziegenkäsecreme

 Certified Black Angus Flat Iron
crispy smashed potatoes, burnt cauliflower, 
rogue creamery smoked blue cheese
 Steak mit Kartoffelpüree, angebrannter Blumenkohl,
Blauschimmelkäse-Creme

 Crispy Buttermilk-braised chicken leg
spicy napa cabbage, gochujang, waffle, local honey butter
 (Also in Buttermilch geschmorter Hühnchenschenkel - in koreanischer Würzpaste
mariniert (gochujang), würziges Kraut,Waffeln, Honigbutter,

 South Edison fish´n´chips
local hake, smoked marble potatoes, grilled heirloom tomato,
local greens, blue point stourt vinegar, tomato aioli
 Seehecht, geräucherte marmorierte Kartoffeln, gegrillte Tomaten,
Blattsalat, kräftiger Essig, Tomaten-Aioli

LITTLE RED VELVET & CARROT CUPCAKES
cream cheese frosting, raspberry coulis
chocolate-ginger ganache, candied carrot sauce
just a taste (two little cakes)
Frischkäse Zuckerguss, Himbeercoulis
Schokolade-Ingwer-Ganache, kandierte Karotten-Sauce
nur ein kleiner Vorgeschmack (zwei kleine Kuchen)

Klick auch hier: Review South Edison

Den Beergarden mussten wir erst suchen, und stutzen erstmal was den mit Beergarden gemeint ist, bis wir ihn dann entdeckt haben. Er meinte "Zum Schneider". Der erste Eindruck war schon überraschend, es lief deutsche Musik, es gab eine lange Bar und seitlich standen lauter deutsche Biertischgarnituren. An der Bar entdeckten wir an der Zapfanlage nur deutsche Biere. Tja, und der Wirt in bayerischer Lederhose begrüsste uns dann in bayrisch mit einem "Mägt´s a gscheids Bier?". Ja, das wollten wir.
Im Laufe des Abends erfuhren wir vom Inhaber das er Silvester Schneider heißt, wie lange er schon in USA ist und einiges von seiner Lebensgeschichte in USA und auch das er noch einen Laden in NYC hat.

Besonders erwähnenswert ist bei ihm, das alles traditionell bayerisch-deutsch ist, das Bier (12 Sorten vom Fass, 11 Sorten Flaschenbiere und nur bei ihm gibts exclusiv Biere aus der Traunsteiner Brauerei), das Essen (u.v.a. Weisswürste, resche Brezn, Obatzdn, Schweinshaxn, Schupfnudeln, Reiberdatschi, Sauerbraten, Knödel, Sauerkraut, Spanferkel bei Events), die Musik (auch live gibts Umdada-Musik und vom Band NDW und Schlager). Und es gibt Übertragung nur von echten deutschen Fussballspielen.

Wir lernten den Koch und die Bedienungen kennen, tauschten deutsche Rezepte aus, begutachteten die Küche, probierten resche Brezn, tranken Bier und waren am Schluss die letzten Gäste. Es war ein toller Abend, mit richtig coolen und netten Leuten. Bei unserem nächsten NY-Trip (im Dezember 2012) werden wir aufjeden Fall dort die Location von ihm besuchen und am Adventssingen teilnehmen. 

Deshalb mein Tip: Auf zum Schneider! Mehr Information gibt es bei zumschneider.com

Nach einer Nacht in unserem grauseligen Zimmer, gab es noch eine schnelle Dusche und dann ging es in Montauk zum Frühstück ins Anthony´s Pancake and Waffle House und neben dran in einen Shop um Souvenirs zu kaufen.


 Anthony´s Pancake House

von Innen - schöner alter Diner Style

 Montauk

Wir fuhren noch weiter zum Leuchtturm von Montauk, aber nachdem das Wetter nicht so toll war haben wir zwecks der schlechten Sicht verzichtet den Turm zu erklimmen.

 Der Leuchtturm von Montauk

Nachdem mir Easthampton gut gefallen hat, uns aber noch ein 4-stündige Rückfahrt bevorstand, machten wir nur noch einen kurzen Stop in Southhampton um Villen zu kucken und eine Abstecher an den Strand.
Danach ging es direkt zurück nach Poughkeepsie.

Hier ein paar Bilder beim Durchfahren von Southampton. Die teure Boutiquen Ecke haben wir nicht extra gesucht. 






Und hier ein kleiner Eindruck der Wohngegend der Millionäre von Southampton, alles sehr grün und sehr gepflegt. Die Villen haben größtenteils leider hohe Hecken, geschlossene Tore und lange Einfahrten.

 nicht spektakulär aber ziemlich gross

 Sieht aus wie Ranch mit dem Pferdezaun

 schön geschnittene Bäume

 Schöne Zufahrt

 Hier arbeitet der Gärtner

 und ansonsten Tore...

und Tore.

 Ein Blick auf die Strasse, wie ausgestorben

Wir befinden uns hier auf dem Ausläufer der exclusiven Gin Lane, 
DER erstklassigen Wohnstrasse auf den Hamptons.

Hier wohnen viele Millionäre (die ich so nicht kenne), Tory Burch hat hier kürzlich Ihr Haus in der Meadow Lane verkauft, und hier haben auch die Hiltons irgendwo ein Haus wo Paris feiern kann.

Links unten ist der Helikopter Landeplatz - das rote A zeigt unseren Standpunkt
Die Häuser rund um den Agawan Lake kosten im zweistelligen Millionenbereich


 Blick von der South Main Street zum westlichen Ufer

 am Ufer des Agawan Lake, im Hintergrund 
die Kirche an der Düne (im Süden)

 Blick ans andere Ufer im Westen, die Villen in der Pond Lane

Blick auf den Agawan Lake nach Norden


 Vorderseite von San Andrews Dune Church
Southampton
steht direkt am Sandstrand

 Strand von Southampton Zugang von Gin Lane
rechts ist ein Teil vom Beach Club zu sehen

Blick auf die restlichen historischen Häuser der Gin Lane



Mein Fazit: Los gehts zu den Hamptons!

Weiter ging es für uns dann die Tage danach nach Rhinebeck, Poughkeepsie und Umgebung. Siehe extra Posts.



Eure 
Princess





















Kommentare:

Pit hat gesagt…

Hallo Princess,
Dein Blog macht mir Hunger! ;) Nicht nur wegen der Tipps und Bilder vom guten Essen [meine Frau und ich mögen Seafood sehr], sondern auch wegen der wunderbaren Gegenden, die Du in den Fotos zeigst, nebst den exzellenten Beschreibungen.
Und hier in diesem Artikel gibt es dann ja auch noch die Häuser: sind schon großartig! Auch die Preise, natürlich. Also doch ein ganz klein wenig außerhalb unserer Reichweite. ;)
Apropos Häuser: wir haben unser Traumhaus gefunden [natürlich zu einem ganz anderen Preis] und tragen uns mit Umzugsgedanken in die Texas Hill Country in die Gegend von Fredericksburg [s. auch mein Posting "Alea Jacta Est"]. Hoffentlich kriegen wir dazu einen Teil unseres Anwesens hier rechtzeitig und gut genug verkauft, damit uns niemand noch im letzten Augenblick unser Wunschhaus vor der Nase wegschnappt. Bitte Daumen halten.
Liebe Grüße aus dem südlichen Texas,
Pit

Antonia hat gesagt…

Ich muss immer wieder die leckeren Speisen beneiden, die du so auf Reisen zu dir nimmst.