02.06.2011

Tag 5 - vom Sossuvlei nach Swakopmund

Letzter Blick auf die Mountain Homestead

Ich schlief ganz gut und war auch pünklich zum Sonnenaufgang wach. Leider ging ein sehr starker Wind, was das Fotografieren ein wenig erschwerte. Wir packten unsere Sachen und genossen ein leckeres Frühstück (auch hier gab es Eier nach Wahl), Joghurt und Obstsalat, Ceralien, Milch, Wurst und Käse. Danach zahlten wir noch unsere Getränke, machten einen Eintrag ins Gästebuch, verabschiedeten uns von allen und dann fuhren wir ab Richtung Swakopmund. 


370 anstrengende Kilometer lagen vor uns, die über zwei Pässe gingen und über eine endlose langweilige Hauptstrasse.Wir stoppten auf der ganzen Strecke einmal in Solitaire (einem Touri-Anlaufplatz für selbstgemachten Apfelkuchen und einer Tankstelle. Ein zweites Mal hielten wir auch am Vogelfederberg (einem grossen beeindruckenden Felsen wo man wild campen konnte). 

Einfahrt in den Namib Naukluft Park

Wir durchquerten an diesem Tag das Namib Naukluft Gebirge und waren froh als die Landschaft wieder flacher und nur noch wüstig war. Die Strecke ist bekannt für viele geplatzte Reifen, aufgrund der grösseren Steine und den Bodenwellen auf der Strasse.

 20 Kilometer in Schlangenlinien liegen vor uns

 ungesicherte Schotter-Passtrassen 
führen durchs Gebirge

 
Unten am Fluss
Namib Naukluft Gebirge

 Zwischenstopp in Solitaire
Tankstelle und deutsche Bäckerei

 Lecker Schokokuchen!

Autofriedhof zur Dekoration


Erdhörnchen in Solitaire

 Am Vogelfederberg
Camping erlaubt!

Als wir die Dünen der Namib und das Meer von weitem erkennen konnten – bedeutete das für uns: wir waren kurz vorm Ziel und am Ende der ewigen Schotterpiste. In Walvis Bay wechselte der Strassenbelag von Schotter auf Teer und und wir fuhren die letzten Kilometer auf der mit palmengesäumten B2 am Meer entlang bis nach Swakopmund.

 Noch ist die Strasse und die Landschafts eins.....

Von Walvis Bay nach Swakopmund

Unser Gästehaus (Cornerstone Guesthouse; http://www.cornerstoneguesthouse.com/) liegt gleich am Ortseingang – und wir finden es auch auf Anhieb. Peter der Gastgeber begrüßt mich gleich sehr freundlich an der Rezeption und öffnet als erstes das Tor damit wir mit dem Auto auf den gesicherten Parkplatz fahren können. Der erste Eindruck: Hohe Mauern und zwei elektrische Tore umrahmen das Gästehaus. Was hat das nur zu bedeuten?

 Einfahrt ins Guesthaus


Peter checkt uns ein, reserviert uns gleich einen Tisch für Abends in dem Lokal unserer Wahl   und auch die Quadfahrt für den nächsten Tag  in den Dünen macht er mit einem Anruf bei Orange Outback klar. Klasse, was für ein Service.
Wir beziehen unser Zimmer, öffnen uns erstmal das obligatorische Ankunftsbier und packen langsam aus.

 Im Innenhof des Guesthauses

 Unser Zimmer
 
Nach einer Dusche spazierten wir doch viel früher los und Peter versicherte uns, das es in dieser Gegend abends sicher ist herum zulaufen. Komisch ist mir aber irgendwie trotzdem.
Die Strassen sind Menschenleer, bis auf ein paar einzelne schwarze Männer (zum Teil mit Kapuzen-Sweatshirt) die irgendwie rumlungern. Im Stadtkern stehen vor jeder Bank ein Security-Service und auch auf den Strassen laufen (selbsternannte?) einzelne Männer mit gelben Leiberln rum auf denen Park-Security steht – laut dem Auswärtiges Amt schützt das aber nicht wirklich davor das das Auto aufgebrochen wird. Alles ist irgendwie seltsam. 

Wir werden natürlich sofort als Touris erkannt, und zwei Typen schwatzen uns an, wollen wissen woher wir sind und wie wir heissen. Auch von denen haben wir schon gelesen. Diese Typen beschreiben dann schön gestaltete Kastanien mit deinem Namen und zwingen dich mehr oder weniger dann umgerechnet 7 Euro dafür zu bezahlen. Wir lassen Sie sehr schnell links liegen und da auch die Bank geschlossen hat, und ich mich immer noch mehr schlechter fühle auf den leeren Strassen, gehen wir direkt früher in Kückis Pub.
(Kückis Pub; http://www.kuckispub.com/)
 von Kückis Homepage
Unsere Reservierung hat wunderbar geklappt und auch das wir früher da waren stört niemanden. 
Grosse Überraschung. Hier wird tatsächlich deutsch gesprochen. Ich fühle mich wie in einem deutschen Pub. Wir bestellen uns Bier (mein Schatz trinkt gleich mal ein dunkles Erdinger Weißbier) und für mich gab es ein Hunters Gold – diesen leckeren Cider, den ich bereits in der Bagatelle Ranch  getrunken habe. 
Während wir uns erstmal eine leckere Vorspeise bestellen (für mich ein Carpaccio aus irgendeinem Wildfleisch und für meinen Mann einmal Kalamari-Frittie), füllt es sich schnell an der Bar mit lauter deutschsprachigen Menschen, viele sind auch Einheimischen die deutsch eben als Muttersprache gelernt haben (was wir am nächsten Tag erst erfuhren).

 Carpaccio aus Wildfleisch - sehr lecker!

Circa fünf weisse Jungs standen lässig rauchend genüsslich hinter der Bar im gelben Kückis-Logo-Shirt , während sich der schwarze (deutschsprechende) Kollege mit den Bestellungen von Tisch zu Tisch abhetzte….
Das Essen war lecker und auch die Hauptspeisen (SurfnTurf und gemischter Salat mit Hühnchen) war gut und die Pub-Atmosphäre, die lauten Stimmen und die Musik waren eine gelungene Abwechslung zum stillen Lodge-Leben der Tage zuvor.

Gegen acht Uhr machten wir uns auf die Socken durch die dunklen, leeren Strassen von denen wir bisher nichts Gutes gelesen haben. Aber hier soll es noch sicher sein, wenn man mindestens zu zweit ist. Ich fühlte mich dennoch erst sicher als wir das Tor des Guesthouses hinter uns schliessen konnten. Im Bett kuckten wir noch den Michael Jackson Film (This is It) und schliefen relativ früh ein wenig beschwipst ein.

Weiter gehts mit Tag 6 - Unterwegs in Swakopmund...und wir gehen Quadfahren...

Princess

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